Eines seiner größten Beiträge für den Boxsport hat Oktay Urkal wahrscheinlich unbewusst erbracht. Es steht außer Frage, das sein eiserner Wille und die sein faires Benehmen seine Karriere geprägt haben, aber sein Status als Sohn eines Immigranten in Deutschland hat ihn noch viel mehr geprägt.

Der Sohn eines Immigranten hat sich an die Spitze des Boxsports gekämpft, ohne sein Geburtsland und den Ursprung seiner Familie zu vergessen. Er hat wahrscheinlich unbewusst den ursprünglichen Geist dieser Sportart wiederbelebt.

Seine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen ist historisch. Das erste Mal kämpften Boxer 688 v. Chr. um Olympisches Gold in Griechenland. Selbst bei den Gladiatoren im alten Rom war der Boxsport ein Garant für das Überleben in der Arena. Aber auch in China, Indien und bei den Ureinwohnern in Afrika und Amerika war der Boxsport schon beliebt.

Die Engländer machten den Sport saloonfähig. Sie veranstalteten die ersten Wettbewerbe, die nach strengen Regeln ausgetragen wurden. Sie entwickelten auch 1838 den ersten offiziellen Boxring, sowie die ersten Bandagen an den Händen. Erst 1867 wurden auch Handschuhe bei den Boxveranstaltungen eingeführt. Bis in die 1890er Jahre wurden aber immer noch Kämpfe ohne Boxhandschuhe ausgetragen.

1904 wurde Boxen erst wieder eine Olympische Disziplin. Im selben Jahr wurde der Kölner Boxclub SC Colonia gegründet, er ist heute die älteste Boxervereinigung Deutschlands. Seit dem wurde der Boxsport auch in Deutschland populär. Obwohl deutsche Boxer bis in die 1960er Jahre sich noch nicht mit den amerikanischen Boxern messen konnten, machten Sportler wie Max Schmeling den Sport sehr populär. Es bestand noch kein regulärer Austausch der Boxer zwischen den Kontinenten.

Mit der Gründung der “International Boxing Federation” in den 80er Jahren änderte sich die Situation. Der Boxsport wurde populär und auch in Deutschland werden immer mehr Boxschulen gegründet. Dies auch durch Sportler wie Joe Frazer und später Mohamed Ali, die sich in den USA einige sehr gute Kämpfe lieferten.

Mitte der 80er Jahre wurde ein besonders ehrgeiziger Boxer berühmt, der nicht gerade durch faire Aktionen in unserem Gedächtnis geblieben ist. Mike Tyson konnte in einem Alter von 20 Jahren mit einem Kampfrekord von 27 Siegen und keiner Niederlage glänzen. Den Kampf um den Weltmeisterschaftstitel beendete er in der zweiten Runde mit einem K.O.! Er wurde der jüngste Weltmeister und verteidigte den Titel bis 1990. 1996 wurde er dann suspendiert, weil er Holyfield ein Stück von dem Ohr abbiss.

Populär wurde der Boxsport aber erst, mit der Ära der Gebrüder Klitschko und mit Oktay Urkal. Der letztere besonders bei der Immigranten-Generation. Seitdem ist der Boxsport auch in allen Schichten anerkannt und wird jetzt nicht mehr als Schläger-Sport angesehen. Der Sport kämpft jetzt mit traditionellen Sportarten, wie dem Fußball. Das kann man besonders auf den Sportwetten in Unibet sehen, die jetzt auch besonders auf den Boxsport ausgerichtet werden. Dies hilft der Sportart natürlich auch noch interessanter bei den Zuschauern zu werden, die jetzt auch ihre Kenntnisse finanziell nutzen können.

Es kann aber nicht genug betont werden, das Oktay Urkal einen besonderen Beitrag dazu geleistet hat. Durch seine faire Art und den eisernen Willen, hat er eine besonders große Gruppe von Anhängern animiert sich auch für einen fairen Sport einzusetzen.

Sein Hintergrund, als Sohn eines Immigranten, hat auch eine besonders sensible Gruppe von Jugendlichen erreicht. Wo die Ansätze der deutschen Integrationsmaßnahmen nicht mehr greifen, hat Urkal besonders gute Dienste geleistet. Der kritische Anteil der zweiten Generation der Immigranten hat durch ihn auch ein Vorbild, das sich vorbildlich integriert hat.